Revision Informatiker/in EFZ: Informatik-Ausbildung für die Zukunft fit gemacht

Revision Informatiker/in EFZ: Informatik-Ausbildung für die Zukunft fit gemacht

MEDIENMITTEILUNG ICT Berufsbildung Schweiz

Informatik-Ausbildung für die Zukunft fit gemacht

Bern, 18. Februar 2021 – Die berufliche Grundbildung «Informatiker/in EFZ» wurde von ICT-Berufsbildung Schweiz einer Revision unterzogen und noch stärker auf die aktuellen und künftigen Anforderungen von Wirtschaft und Verwaltung ausgerichtet. Neu wird der Beruf in den beiden Fachrichtungen «Applikationsentwicklung» und «Plattformentwicklung» ausgebildet. Die revidierte Bildungsverordnung ist per 1. Januar 2021 in Kraft getreten und gilt somit für die Ausbildung der Lernenden, die im Sommer 2021 eine Informatiklehre starten.

Der rasche digitale Wandel im Berufsfeld der Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) macht eine regelmässige Aktualisierung und Qualitätssicherung der Ausbildungen in diesem Bereich unentbehrlich. Eine breit abgestützte Revisionsgruppe mit Expertinnen und Experten aus dem Bildungsbereich, der Wirtschaft und der Verwaltung hat die Bildungsverordnung und den Bildungsplan des Berufs Informatiker/in EFZ unter Federführung von ICT-Berufsbildung Schweiz im Fast Track Verfahren überarbeitet.

Was ist neu?

Ab Sommer 2021 werden die beiden Fachrichtungen Applikationsentwicklung und Plattformentwicklung, bisher Systemtechnik, ausgebildet. Die Fachrichtung Plattformentwicklung legt ein stärkeres Augenmerk auf Serverdienste und IT-Security, weniger auf Hardware. Anstatt der bisherigen drei Tage sind die Lernenden bereits im dritten Lehrjahr vier Tage im Ausbildungsbetrieb tätig und erhalten somit mehr Praxiserfahrung. Dadurch reduziert sich die Präsenz in der Berufsfachschule, wo der Fokus nebst der Berufskenntnisse auf Mathematik und Englisch gelegt wird.

Module entwickelt und modernisiert

Die ICT-Berufsbildung zeichnet sich durch das Ausbildungskonzept der Modularisierung aus, welches sowohl in der beruflichen Grundbildung als auch in der höheren Berufsbildung eingesetzt wird. Das System erlaubt es, die Berufsbildung flexibler zu halten, da rasch auf Technologien und Trends reagiert werden kann. An der Entwicklung und Modernisierung der 32 Module für den revidierten Beruf Informatiker/in EFZ waren rund 60 Fachleute beteiligt. Neue Themen sind unter anderem Cloud Lösungen, Blockchain, Machine Learning, Internet of Everything und DevOps.

Eigenständiger Beruf Betriebsinformatiker/in EFZ

Die Fachrichtung Betriebsinformatik wird in einen eigenständigen Beruf mit der Bezeichnung «Betriebsinformatiker/in EFZ» überführt. Dieser basiert auf der Bildungsverordnung aus dem Jahr 2014 und wird keine inhaltlichen Anpassungen erfahren. Basierend auf den Ergebnissen der internen Anhörung empfiehlt ICT-Berufsbildung Schweiz Lehrbetrieben stattdessen die Ausbildung der beiden Informatik-Fachrichtungen oder des Berufs ICT-Fachmann/ICT-Fachfrau EFZ.

Mehr Lehrstellen gefordert

Der Bedarf an ICT-Fachkräften nimmt weiter zu, daher werden zusätzliche Lehrstellen benötigt und Betriebe gesucht, welche Informatikerinnen und Informatiker ausbilden. Die berufliche Grundbildung ist der zentrale Hebel gegen den ICT-Fachkräftemangel und dient als wichtigste Zubringerin für die höhere Berufsbildung und die Fachhochschulen. ICT-Berufsbildung Schweiz unterstützt Organisationen auf dem Weg zum Ausbildungsbetrieb.

Weitere Informationen

Berufsbild Informatiker/in EFZ Applikationsentwicklung
Berufsbild Informatiker/in EFZ Plattformentwicklung
Revision Informatiker/in EFZ
Revision Betriebsinformatiker/in EFZ

 

«Computational and Data Science» an der Fachhochschule Graubünden studieren

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Der Vorstand von ICT Berufsbildung Ostschweiz wählt Christian Schlegel zum Geschäftsführer

Der Vorstand von ICT Berufsbildung Ostschweiz wählt Christian Schlegel zum Geschäftsführer

Mit der Fusion der beiden Teilverbände Lehrmeisterverband Informatik (LMVI) sowie ICT Berufsbildung Ostschweiz Mediamatik wird eine Geschäftsstelle aufgebaut, mit der der neue Verband seine Arbeit weiter professionalisieren kann.

Christian Schlegel übernimmt per Januar 2021 die Geschäftsführung. Er ist seit 2003 in der Mediamatik- und Informatikberufsbildung der Ostschweiz tätig. Als Chefexperte Mediamatik im Kanton Thurgau von 2003 bis 2007 und seit 2007 als Experte für Informatik und Mediamatik im Kanton St.Gallen konnte er wertvolle Erfahrungen zu den Qualifikationsverfahren der beiden Berufe sammeln. Er verantwortete als Lehrgangsleiter am Zentrum für Berufliche Weiterbildung (ZbW) von 2014 bis 2018 die überbetrieblichen Kurse und hatte zuvor das Basislehrjahr aufgebaut und geleitet. Zudem war er als Vorstandsmitglied in allen ostschweizerischen ICT-Verbänden aktiv.

Wir freuen uns, Christian Schlegel als ausgewiesenen Experten in dieser Position begrüssen zu dürfen. Er wird die zusammengeführten Berufsverbände in eine vielversprechende Zukunft begleiten. Christian Schlegel sieht Synergien auf verschiedenen Ebenen: bei der Gewinnung von Lernenden (gemeinsamer Auftritt an Bildungsmessen, ICT Scouts, usw.), bei der Entwicklung neuer ÜK-Module und im Prüfungswesen. Mit der aktuellen Revision der Informatik wird erneut geprüft, ob in St.Gallen weitere Berufsbilder (z.B. ICT-Fachmann/ -frau) angeboten werden.

Bei Michael Koch, der bisher die Geschäftsführung a.i. inne hatte, bedanken wir uns herzlich für sein grosses Engagement und seinen Einsatz. Michael Koch hat einen wesentlichen Beitrag zur Fusion und Konsolidierung von ICT Berufsbildung Ostschweiz geleistet. Diesen Prozess hat er seit der ersten Stunde begleitet und hat bis zur Wahl von Christian Schlegel die Geschäftsstelle von ICT Berufsbildung Ostschweiz sowie ICT Berufsbildung Ostschweiz Mediamatik vorbildlich als Geschäftsführer geleitet.